Mist – wir sind alle todgeweiht!

Mist – wir sind alle todgeweiht!

Endlich weiß ich, warum der Neandertaler vor rund 30.000 Jahren ausgestorben ist! Vergesst den ganzen Quatsch von wegen Verdrängung durch Homo sapiens, Klimawandel oder mangelnde soziale Kompetenz. Die Wahrheit ist: Homo neanderthalensis ist elend zugrunde gegangen, weil er zu viel Fleisch gefuttert hat!

Uns wird‘s genauso ergehen

Fleisch macht jetzt nämlich Darmkrebs. Und Bauspeicheldrüsenkrebs. Und Magenkrebs. Himmelherrgottsakrament – sogar Prostatakrebs kriegt man neuerdings vom leckeren Steak! Jawoll, das hat die Krebsforschungsagentur IARC herausgefunden, und die gehört immerhin zur WHO, der Weltgesundheitsorganisation. Und woraus ist saftiger Mammuthinterschinken gemacht? Salami, Chicken McNuggets, Currywurst, Döner und Muttis guter Rindereintopf? Genau – aus Fleisch!

Die Alternative: Fisch

Ach, hätten die ollen Steinzeitler doch mal besser zu dem gegriffen, was sich da im Wasser tummelt. Oder … ach nee … Moment … Fisch war doch das Zeug, das mit Dioxinen und mit „dioxinähnlichen polychlorierten Biphenylen“ (PCB) verseucht ist. Verdammt, krebserregend! Nematoden, fiese kleine Larven, tummeln sich da auch noch drin rum. Ist ja widerlich! Und leckere Shrimps sind heutzutage mit Antibiotikum dermaßen vollgepumpt, dass man nach deren Verzehr garantiert keinen Schnupfen mehr bekommt. Also lieber mal die Finger weg von Fisch!

Umsteigen? Bloß nicht!

Hätten die ernährungsbewussten Höhlenmenschen all das schon gewusst, wären sie bestimmt sofort auf Obst und Gemüse umgestiegen. Böser Fehler! Denn seit die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) vor über zehn Jahren die sogenannte „5-am-Tag“-Kampagne ins Leben gerufen hat, findet auch so mancher Homo sapiens seinen täglichen Speiseplan einfach zum Kotzen. Diese Kampagne will, dass wir mindesten fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag essen. Viele fanden’s toll und haben sich dran gehalten. Weil’s ja gesund ist, gell? Blöd nur: Seitdem sind die Fälle schwerer Magen-Darm-Krankheiten in deutschen Krankenhäusern um satte 80 Prozent gestiegen! Verdoppelt haben sich akute Fälle von Durchfallerkrankungen und Verstopfung. Krankhafte Blähungen, behandlungsbedürftiges Aufstoßen und medizinisch zu versorgende Fälle von Blähbauch sind sogar um fette 150 Prozent gestiegen. Der Grund: In Obst und Gemüse wimmelt es geradezu von Ballaststoffen und Fruktose. Und das Zeug ist ja dermaßen schwer verdaulich – das macht ja geradezu krank!

Ernähren wir uns doch französisch

Die feine Lebensart wurde ja bekanntlich nicht im Neandertal erfunden, sondern unterm Eiffelturm. Wein, Weib und Gesang und dazu ein Stück feinen Käse. Voilà, ein Hochgenuss! Das mit den Weibern und dem Grölen schwermütiger Chansons mag ja noch hinkommen. Aber Wein und Käse? Jetzt aber attention, mon ami! Schwimmt in so einem Glas Wein doch oft mehr süßes Glykol (Frostschutzmittel!) als Rebensaft rum. Und französischer Weichkäse ist ebenso wie Leberpastetchen gerne mal mit Listeriose-Bakterien verseucht. Bon appétit!

Macht Milch müde Mammutjäger munter?

Nö, gar nicht. Viele müssen davon eher pupsen, dass sich die Höhlendecke hebt. In Milch und vielen Milchprodukten ist es der Milchzucker, Laktose, der schwer verdaulich ist. Vor allem in Kombination mit ach so gesundem Vollkornbrot (oder -nudeln, -müsli, -kuchen). Wenn das Zeug erst mal im Bauch liegt, bleibt es da auch liegen. Lange. Schwelend. Bis es sich Luft verschafft. Und zwar durch – Sie wissen schon, das Thema ist ein bisschen anrüchig … Überhaupt: Körner! Da gab‘s vor ein paar Jahren mal so Urzeitfreaks, die wollten sich ’was Gutes tun. Die aßen Bockshornkleesamen. Hmh, so lecker! Fast 4.000 Menschen erkranken damals am gefährlichen Darmkeim EHEC! Sogar Tote hat es gegeben! Mal ehrlich: So richtig gesund ist das alles nicht.

Rauchen und Saufen ist auch keine Lösung

Im Fachjargon der WHO heißt verarbeitetes (gekochtes, gebratenes, gegrilltes) Fleisch jetzt also „karzinogen für Menschen“. Auf den Schreck will man sich am liebsten sofort einen Schnaps hinter die Binde kippen und erst mal ’ne Fluppe anstecken, um den Schock zu bewältigen. Neanderl hätte es sicher nicht anders gemacht. Keine gute Idee. Die beiden sind nämlich ebenfalls als „karzinogen für Menschen“ eingestuft. Asbest übrigens auch. Das heißt also, dass meine Bockwurst auf der Liste der gefährlichsten Dinge der Welt ab heute mit Zigaretten, Alkohol und feuerfesten Dämmplatten auf einer Stufe steht. Na toll …

Hühnerkot und Dioxin in Eiern, Pestizide in Reis, krebserregende Farbstoffe in Curry, Zimt, Pfeffer und Paprika, Acrylamid und Glycidamid in Chips und Pommes … Ich merke schon: Man kann essen und trinken was man will – am Ende stirbt man auf alle Fälle davon. Und was lernen wir daraus? Dass man bloß keine Panik schieben sollte, wenn mal wieder ein neuer Lebensmittelskandal das Licht der medialen Welt erblickt. Nix essen ist ja auch keine Lösung.

So – und jetzt hab ich Hunger. Ich besorg mir erst mal ein ordentliches Schniposa.

Mahlzeit!

2 Comments

  1. Super toller Beitrag. Habe so was von gelacht. Ich denke gerade an den damaligen BUTTERBERG. Um den nicht verderben zu lassen, hat man einfach für die GUTE BUTTER geworben. Was vorher ungesund war, da viel schlechtes Cholesterin enthalten ist, wurde nun deutlich positiv angepriesen. Jedes Nahrungsmittel ist in der heutigen Zeit mit irgendwelchen Zutaten versehen, die nicht astrein sind. Liest man sich die Inhaltsstoffe auf der Umverpackung durch, glaubt man in einem Labor zu stehen. Irgendwie ist es auch die Menge des Nahrungsmittels, das man zu sich nimmt. Zu viel ist und bleibt eben zu viel. Was jedoch jeder Mensch, in welcher menge auch uimmer, zu sich nimmt, obliegt jedem Einzelsen selbst. Denn auch die Luft birgt so iihre Gefahren. Trotzdem müssen wir atmen. Ob nun verseucht oder eben nicht. So händelt sich das auch mit dem Essen. Denn ohne Nahrungs- und Genußmittel wäre der Mensch ohnehin dem Tode geweiht. Also nimmt er eben das Angebotene zu sich. Ohne wenn und aber. Darüber nachzudenken hätte nämklich wenig Sinn. Guten Appetit. Denn man hat nur ein Leben.

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