Smartphone – der absolute Wahnsinn!

Smartphone – der absolute Wahnsinn!

Ich bin ein Exot.

Ich stehe am Rande des real existierenden Lebens.

Ich besitze kein Smartphone.

Ganz ehrlich: In Zeiten von WhatsApp, Quizduell, Selfie, Foodie, Gruppie, Fluppie, Trallala fühlt man sich da schon so ein bisschen wie seine eigene asoziale Randgruppe.

Macht aber nix.

Wie nämlich jetzt die Universität Bonn in einer groß angelegten Studie herausgefunden hat, sind Smartphonisten abhängig von ihrem Noksamsiphone, schaden durch Unproduktivität der Wirtschaft und fühlen sich häufiger als „normale“ Leute unglücklich.

Um zu dieser bahnbrechenden Erkenntnis zu gelangen, haben Informatiker und Psychologen eben jener Universität bis jetzt 60.000 Daten von smarten Nutzern ausgewertet, welche die App „Menthal“ auf ihre Multifunktionskommunikatoren heruntergeladen haben.

Das Ergebnis:

Im Schnitt informiert sich jeder Smartie 53 Mal am Tag über die neuesten Neuigkeiten via Minibildschirm. Das heißt, dass alle 18 Minuten damit aufgehört wird, womit gerade erst angefangen wurde! Das muss man sich mal vorstellen: bei der Arbeit, beim Essen, während der Autofahrt, auf‘m Klo, vor dem Fernseher, beim Sex …

Wahnsinn!

Weiter haben die Wissenschaftler festgestellt, dass viele Apps auf den Zwergencomputern geradezu süchtig machen. Immer und immer und immer wieder werden genau die angeklickt, weil das Gehirn ziemlich schnell echt super darauf reagiert: Es schüttet nämlich Glückshormone aus, wenn man mal wieder verwhatsäppelt wurde, sich neu verlinkedingt hat oder bei „Fruit Ninja Free“ seinen virtuellen Heißhunger auf Obstsalat gestillt hat. Das kleine Glück für zwischendurch, sozusagen der Kick per Klick.

Nichts ist von Dauer

Auch nicht das Glücksgefühl. Das lässt wenig später schon wieder nach – jetzt hilft nur noch der nächste schnelle Blick aufs Händienixbessereszutun.

Je jünger, desto doller.

Auch so eine Erkenntnis der Bonner. Handymaniacs, die zwischen 17 und 25 Jahren sind, glotzen sogar drei Stunden lang jeden Tag auf ihr kleines Schwarzes. Mann, was man in dieser Zeit alles tun könnte! Anfangen, endlich den Roman seines Lebens zu schreiben beispielsweise. Oder den hoffnungslos zugemüllten Keller mal wieder entrümpeln. Oder mit der besten Freundin in diese neue Pizzeria gehen. Oder …

Oh Moment, ich muss aufhören. Mein Telefon klingelt gerade …

2 Comments

  1. Top Beitrag. Wir werden in allem versucht, abhängig gemacht zu werden. Ob das Facebook, WhatsApp, Smartphones und vieles mehr sind … überall versucht man, die Abhängigkeit der Leute zu erreichen und damit natürlich die Beeinflussung. Egal, ob im Guten oder Schlechten.

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